In eigener Sache…: Nullnummer

Liebe Menschen da draußen,

seit einiger Zeit, in der ich immer wieder – mal intensiver, mal weniger intensiv – verschiedene Buch- und Leseblogs verfolge, spiele ich mit dem Gedanken selbst einen solchen Blog zu führen. Es geht mir dabei zunächst gar nicht so sehr darum, gelesen zu werden. Wichtiger ist gerade das Gefühl, durch das Schreiben kurzer und auch längerer Texte mehr Klarheit über eigene Gedanken und Ansichten zu bekommen. Wenn man über Bücher, Texte oder Probleme einfach nur nachdenkt, bleibt es – zumindest bei mir – oft relativ diffus: Es gibt verschiedene Aspekte einer Sache, die mich beschäftigen und die ich bewerte, aber letztlich bleibt es bei der relativ groben Tendenz eines Urteils und dem allgemeinen Gefühl, dass man die Dinge differenziert betrachten und sie nicht verkürzen sollte. Die eigenen Gedanken und Meinungen in Texte zu fassen, scheint mir ein interessanter Versuch zu sein, einen Gedanken stringenter zu fassen und besser auf den Punkt zu bringen. Das heißt natürlich auch, dass manche Ansicht sich nach einer Weile verändert, aber das gehört eben dazu, wenn man Dinge aufschreibt und damit ‚feststellt‘. Trotzdem freue ich mich natürlich, wenn Menschen die Texte lesen und sie interessant finden, ihnen zustimmen oder sich darüber ärgern. Das ist schließlich der Sinn einer Meinungsäußerung und eines Meinungsaustausches.

Die Landschaft der Buch- und Leseblogs ist ja inzwischen fast unübersichtlich groß, zumindest ist sie so groß, dass ich immer wieder auf Blogs stoße, die ich interessant finde, von denen ich einige interessante Texte lese und die ich mir dann speichere, um sie dann in der Vielzahl der spannenden Dinge, die das Internet und die Bloglandschaft so bieten, wieder zu vergessen und dann nach einer Weile wieder darauf zu stoßen. Das ist manchmal schade, aber die begrenzte Zeit und Aufmerksamkeit, die ich habe, lassen es eben nicht anders zu. Einige Blogs verfolge ich allerdings sehr regelmäßig und freue mich jedes Mal, wenn dort ein neuer Text erscheint. Dazu gehören unter anderem Köllerers Notizen, Bonaventura und der Kaffeehaussitzer. Sie alle drei schreiben wunderbare Blogs, die mich sicherlich – auf die eine oder andere Art und Weise, manchmal auch im Widerspruch – geprägt haben. Viele Blogs verfügen ja über die wunderbare Kategorie der Blogroll, die ich sicherlich auch irgendwann einrichten werde, zunächst seien aber diese drei Blogs genannt.

Seit ich mit dem Gedanken spiele, diesen Blog zu führen, überlege ich auch, wie und mit welchem Buch ich es beginne. Manche Lektüre erschien mir zu einfach oder nichtssagend, manche zu prätentiös. Als ich die Rückkehr nach Reims von Didier Eribon gelesen habe, hatte ich sofort das Gefühl: Das ist es! Ein individuelles Buch mit philosophischer Grundierung über gesellschaftliche und politische Themen, über Frankreich und auch mit einem gewissen literarischen, sagen wir gestalterischen Anspruch. Das entspricht recht gut meinen Interessen und auch meinen Schwerpunkten im Studium. Deshalb möchte ich diesen Blog mit einer Besprechung der Rückkehr nach Reims beginnen.

Herzliche Grüße

Der Bouquineur

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