Kurzbesprechung Homunculus Verlag: Monster! Das literarische Trumpfkartenspiel.

08_monsterDas Surfen über die Seiten der kleinen, unabhängigen Verlage hat ein weiteres Ergebnis gebracht, dieses Mal allerdings kein Buch, aber durchaus ein literarischer Artikel. Es handelt sich um Monster! Das literarische Trumpfkartenspiel, ein Kartenspiel des sympathischen Homunculus Verlags. Eigentlich bin ich ja bekennender Gesellschaftsspielemuffel, aber wer kann schon „30 Ungeheuern und Monstrositäten aus 3000 Jahren Weltliteratur“ widerstehen? Endlich kann man mit dem „mörderischen Orang-Utan“ aus Poes Doppelmord in der Rue Morgue das „Gespenst von Canterville“ ausstechen (eindeutig höherer Brutalitätswert!) und mit der „Sphinx“ den „bösen Wolf“ kontern (Die Sphinx ist natürlich viel älter.). Das „Nasobēm“ von Christian Morgenstern hat zwar einen kümmerlichen Brutalitätswert und Grusel-Faktor, ist aber in Sachen Kuriosität kaum zu schlagen. Natürlich darf auch das „Ungeziefer Gregor Samsa“ nicht fehlen (auch wenn die Werte eher bescheiden sind), mein persönlicher Liebling ist aber „Grendel“, der legendäre Gegner Beowulfs.

Die Gestaltung der Spielkarten ist wirklich nett, woran niemand zweifeln kann, der das Cover von Philip Krömers Ymir vom gleichen Verlag gesehen hat.

Eine schöne und augenzwinkernde Annäherung an die Weltliteratur!

Homunculus Verlag, Monster! Das literarische Trumpfkartenstpiel, Erlangen 2015.

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